Verhaltensmedizinische Behandlung von Schlafstörungen

Als interdisziplinäres Arbeitsfeld betrachtet die moderne Schlafmedizin die Entstehung und Aufrechterhaltung von Schlafstörungen im Kontext eines bio-psychosozialen Erklärungsmodells. Im Verlauf der Erkrankung entwickeln viele Patienten mit Schlafstörungen Verhaltensweisen, die mit gutem Schlaf nicht kompatibel sind und zur Aufrechterhaltung der Schlafstörung beitragen.

Verhaltensmedizinische und verhaltenstherapeutische Interventionen stellen bei Schlafstörungen wichtige Therapiebausteine dar. Dies gilt insbesondere für die am häufigsten vorkommende Schlafstörung, die nicht organische Insomnie. Aber auch bei organischen Schlafstörungen, wie dem Restless-Legs Syndrom und schlafbezogenen Atemstörungen gehören verhaltensmedizinische Interventionen heute zu einer ganzheitlichen Behandlung.